Projekt
Stellungnahme zum Thema „Gesellschaftliches Umfeld und Sprache“
Stand 23. März 2022
1. Wie reagiert Kirche schnell, qualitätsvoll, in verständlicher Sprache auf gesellschaftlich wichtige Themen?
Unsere Kirche soll an einem Diskursprozess teilnehmen. Sie soll eigene Grundlagen einbringen, anderen zuhören, aber keinesfalls Oberlehrerin spielen. Das gilt auch für Pfarrer innerhalb der Pfarren.
Gespräch bedeutet Offenheit, auch von seiner Meinung abzugehen. Die Lehre der Kirche in gesellschaftspolitischen Themen gehört weiterentwickelt, u.a. entlang des Standes der Wissenschaft.
Es gilt, die Sprachlosigkeit gegenüber manchen „Themen der Welt“ zu überwinden. Nur gut kommunizierende kirchliche Vertreter*innen sollten in Medien entsendet werden, die christliche gesellschaftspolitische Positionen in den Diskurs einbringen (positive Beispiele: Regina Polak, Paul Zulehner).
Aufgabe der Kirche ist es, Hoffnung zu vermitteln auf Basis unseres Glaubens! Eine Idee dazu: Eine Gruppe/ Sounding Board in EDW bzw. in Pfarren schaffen, mit Menschen, die eine verständliche Sprache sprechen, um aktuelle Äußerungen zu gesellschaftspolitischen Themen vorzubereiten.
2. Wie schafft Kirche Orte des Dialogs, in denen eine wertschätzende Diskussion auf Augenhöhe möglich ist und damit ein Ringen des gesamten Volkes Gottes um christliche Positionen?
Als Grundlage dient ein wertschätzendes Zuhören in einem synodalen Prozess, sowohl innerhalb der Kirche, als auch in der Gesellschaft. Das hilft gegen fundamentalistische Positionen.
Wir sperren Bildungshäuser zu, die Orte des Dialogs waren. Wir brauchen aber Orte des Dialoges.
Dialog braucht vor allem Menschen, gut ausgebildete Haupt- und Ehrenamtliche. Dabei sollten wir auch ins Gespräch bringen, was die Bibel mit meinem Leben zu tun hat.
3. Wie können wir das Auftreten der Kirche nach außen zeitgemäßer gestalten?
Ganz vehement wird gefordert, dass die Katholische Kirche die Menschenrechte achten soll (dazu gehört, die EMRK-Ratifizierung durch den Vatikan). In der EDW ist wahrscheinlich eine Umsetzung gut möglich. Davon sind viele wesentliche gesellschaftspolitischen Themen abgedeckt.
Kirche muss lernen, eine allgemein verständliche Sprache zu verwenden. Die Kleidung von kirchlichen Amtsträgern sollte sich ändern, sie soll einfach und zeitgemäß sein. Hierarchien müssen abgeflacht werden.