Projekt
Stellungnahme zum Thema „Bedürfnisse der Ehrenamtlichen“
Ergebnisse
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Wertschätzung gegenüber ehrenamtlicher Arbeit ist essentiell – auch gegenseitig zwischen den Ehrenamtlichen.
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Die Gleichwertigkeit von Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen sollte klar sein.
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Weihe allein reicht nicht. Professionelle Begleitung Ehrenamtlicher auf Augenhöhe muss dringend verbessert werden.
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Es braucht verpflichtende Ausbildungen für Geweihte in Leitungssituationen.
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Eine Kompetenzübertragung an ausgebildete Ehrenamtliche (z.B. Gemeindeleitungskurs) soll erfolgen.
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Die Grundlagen der Zusammenarbeit zwischen Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen ist schriftlich festlegen (z.B. in der PGR-Ordnung), um sie nicht dem Wohlwollen Einzelner zu überlassen. Kompetenzvereinbarungen auf Pfarrebene sollen durch den Bischofsvikar bestätigt bzw. die beteiligten Personen beauftragt werden.
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Auch hauptamtliche Nicht-Geweihte sind von Machtlosigkeit betroffen, z.B. Pastoral-assistenten*innen, die de facto – aber nur inoffiziell – Leitungsaufgaben wahrnehmen.
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Die Letztverantwortung in Pfarren/Pfarrgemeinden könnte durch 3er-Teams wahrgenommen werden (sofern sich Freiwillige finden, die Verantwortung in diesem Ausmaß übernehmen wollen und können), da viele Priester ihre Leitungsaufgabe nicht adäquat wahrnehmen (können). Dabei braucht es eine klare Definition der Zuständigkeiten.
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Auch sind praktische Übergangslösungen für Ausfälle eines Pfarrers vor Ort vorsehen (z.B. Leitungsteam aus den Stellvertretenden Vorsitzenden von PGR und VVR sowie Kaplan und Pastoralassistent*in).
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Gemeinsame Beschlüsse müssen umgesetzt, nicht overruled werden.
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Die Meldepflichten von Priester an Dechant hinsichtlich Urlaub, Krankenstand etc. sind ernst zu nehmen (mehr begleitende Kontrolle der Tätigkeit).
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Ein geregelter Austausch zwischen den Hauptamtlichen verschiedener Berufsgruppen und den Ehrenamtlichen ist notwendig.
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Eine Unterstützung durch die EDW ist vor allem für Gemeinden ohne Pfarrer vor Ort erforderlich, um den praktischen Alltagsbedarf und die Seelsorge abzudecken.
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Dazu braucht es mehr Angestellte/Hauptamtliche je nach Bedarf, z.B. für Seelsorge, Verwaltung oder als Hausbesorger*innen.
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Teilzeitanstellungen für bisherige Ehrenamtliche, wenn erforderlich, müssen möglich sein.
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Die Ausbildung von ausreichend vielen Pastoralassistenten*innen ist notwendig.
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Dazu sind Rahmenbedingungen zu schaffen, die den Beruf attraktiver machen: Erhöhung des Gehalts, mehr Rechte und klare Bedingungen und die Möglichkeit zum beruflichen Aufstieg, z.B. in Leitungsfunktionen.
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Die EDW soll Dienstleisterin in pastoralen Fragen sein (Best Pratice: Bibelwerk Linz).
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Entscheidungen der EDW, die Pfarren betreffen, sind zu begründen.
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Das System des PGR ist zu überdenken, insbesondere betreffend Adaptierung für Projekt bezogeneres Arbeiten.
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Eine Schiedsstelle soll errichtet werden, an die sich Ehrenamtliche melden können, wenn sie Probleme in der Zusammenarbeit mit einem Priester haben.
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Es gilt: Mutig neue Wege ausprobieren, wozu auch der Papst ausdrücklich aufruft!